Sensor einer Spiegelreflex-Kamera reinigen

Die Bilder unserer Spiegelreflex-Kamera, einer Nikon D50, zeigen seit einiger Zeit merkwürdige Flecken, die auf dem aufgenommenen Objekt nicht vorhanden waren. Offenbar haben sich kleine Staubteilchen auf dem Sensor abgesetzt. Nach der Lektüre einiger Artikel zu dem Thema (Links siehe unten) habe ich mich entschlossen mich der Sache mal vorsichtig selbst anzunehmen.

Zum Test, ob die Flecken überhaupt von einer Verschmutzung des Sensors herrühren, soll man eine unscharfe Aufnahme einer gleichmäßig hellen Fläche machen. Der Einfachheit halber nahm ich einfach in Einstellung M (manuell) mit einem 300er Tele und offener Blende einen Teil des Himmels auf. Das Ergebnis ist (in verkleinerter Form) hier zu bewundern:

Sensor ungereinigt

Besonders im rechten oberen Viertel des Bildes sind deutlich einige Partikel zu erkennen, die eine Reinigung erforderlich machen. Um überhaupt erst mal genau zu verstehen wie das funktioniert, wollte ich zunächst einmal versuchen den Schmutz “trocken” mit einem Q-Tip zu entfernen.

Zur Vorbereitung der Reinigung sollte man den Akku voll aufladen. Offenbar kann es zu Schäden an der Kamera führen, wenn der Spiegel wegen eines leeren Akkus zurückklappt, während man noch dabei ist den Sensor zu reinigen. Nikon empfiehlt sogar die Verwendung eines Netzteils.

Nun geht man in der Kamera in das Menü mit dem Werkzeug-Symbol und schaltet (falls nicht schon geschehen) den Menüpunkt “Menüauswahl” auf “Detailliert”. Anschließend schaltet man im selben Menü den Menüpunkt “Inspektion” auf “Spiegelauslös.”. Sobald man nun den Auslöser drückt bleibt der Spiegel hochgeklappt, bis die Kamera ausgeschaltet wird.

Wie gesagt, beim ersten Versuch strich ich nur ein paar mal vorsichtig mit dem Q-Tip über den Sensor (bzw. den davor liegenden Tiefpassfilter). Das Ergebnis war deutlich erkennbar, aber nicht wirklich befriedigend. Ich hatte die großen Partikel einfach nur auf die rechte Seite des Sensors geschoben:

Sensor, erste unbefriedigende Reinigung

Eine zweiter Versuch brachte dann ein einigermaßen zufriedenstellendes Ergebnis. Man findet zwar immer noch einige kleinere Partikel (insbesondere oben rechts), aber bis ich mir eine “feuchte” Reinigung zutraue muss diese Aktion erstmal reichen.

Sensor nach der zweiten Reinigung

Weblinks:


7 comments to Sensor einer Spiegelreflex-Kamera reinigen

  • [...] Regen ebenfalls leicht lösen. Da es im Moment in Strömen regnet fange ich lieber erst mal mit dem Sensor der Kamera an Jonagold Roter [...]

  • Manfred Gelbert

    Hallo,

    Sie haben hier einige schöne Beiträge. Vielleicht gefällt Ihnen die Webseite http://www.wawerko.de ebenso und sie steuern die eine oder anderen Anleitung bei.

    MfG

    Manfred

  • Hallo Manfred, Dein Kommentar hat ja nun sowas von überhaupt nix mit dem Thema meines Artikels zu tun! Eigentlich wollte ich ihn sofort löschen, dann habe ich mir die Seite aber doch noch mal angesehen. Ich vermute, ihr möchtet da etwas ähnliches aufziehen wie Instructables in Amerika. Ich finde auch, dass wir hier so etwas gut gebrauchen könnten, deshalb lasse ich ihn mal stehen. Trotzdem möchte ich Euch bitten in Zukunft nicht durch Spam, sondern durch sinnvolle Kommentare zu glänzen!

  • Im Prinzip finde ich solche Hinweise auf neue Selbstbau-Portale gar nicht mal so uninteressant. Hier unter einem x-beliebigen Artikel sind sie aber nicht wirklich hilfreich. Stellt sie in Zukunft am besten unter diesem Artikel ein. Dort werden sie sicherlich auch leichter gefunden.

  • Michael Hopp

    Hallo!

    Bin Photoamateur, Motoradschrauber und Gitarrenbauer (Hobbymäßig). Bin stolzer Besitzer von 2 Canon 20d, 2 10d und einer Olympus E400.

    Nach 10 000 Bildern (und vielen Objektivwechseln) war eine Sensorreinigung Fällig. (Ich hatte ganz schön Manschetten!)

    Ich habe mich zunächst bei Youtube schlau gemacht, da gab es über 20 Filme und Filmchen zum Thema. Eslohnt sich die anzusehen!!!

    Nachdem ich eine Canon 300d nahezu geschrottet habe, bin ich zu der Lösung gekommen: auspusten mit einem Pustebalg, den man am Besten gar nicht in den Sensorschacht reinkommen läßt, ist die sicherste Methode. Ich bekomme nahezu 80% der Flecken im ersten Durchgang weg. will ich mehr; – Wiederholen!

    Photo-mike

    PS
    Die Katastrophe ist weniger daß der Spiegel runterklappt, vielmehr stellen sich mir die Nackenhare bei dem Gedanken, daß der Verschluß zuklappen könnte solange der Q-Tip noch drin ist! —Verschlußlamellensalat !!!!

  • Hallo Heiner,

    falls du in Zukunft noch mal Probleme damit haben solltest, könntest du statt Q-Tips auch mal ein Mikrofasertuch verwenden, da dieses die Fläche meistens ohne Schlieren reinigt und den Dreck etwas aufnimmt. Dann ist der Sensor nämlich wieder komplett sauber.

    • Jo, das ist sicher besser als ein Q-Tip. Inzwischen habe ich mir aber einen Profi-Pinsel und so einen kleinen Blasebalg besorgt. An die “freuchte” Reinigung habe ich mich übrigens immer noch nicht heran getraut ;-)

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