Bekanntlich benötigt ein Weihnachtsbaum ganz anständige Mengen an Wasser, wenn er ohne großen Nadelverlust bis zu den drei Königen durchhalten soll. Also wird Mann einmal täglich unter den Baum gescheucht um ihn zu Gießen. Was die Frau nicht weiß, es ist schlichtweg nicht möglich mit einer Gießkanne Wasser in den Tannenbaum-Ständer zu füllen, ohne die halbe Wohnung oder zumindest die liebevoll unter dem Baum drappierte Decke unter Wasser zuseten. Hier meine beiden Alternativvorschläge:
1. Eine Auslaufverlängerung für die Gießkanne: Version Eins liegt auf der Hand. Man verlängert einfach den Auslauf der Gießkanne mit einem Stück Gartenschlauch, steckt die Verlängerung in den Ständer und hat so etwas mehr Platz zum Gießen und Gucken ob es schon wieder überläuft.
2. Kommunizierende Röhren: Nachdem man etwas mit der Version Eins herumgespielt hat, kommt man ganz automatisch auf Version Zwei - kommunizierende Röhren. Wenn man den Schlauch in den Wasserbehälter des Ständers steckt und gießt, dann läuft das Wasser natürlich weiter, solange der Wasserstand in der Gießkanne höher ist als der Wasserstand im Ständer. Es ist also ganz leicht möglich den “Einfüllstutzen” an die Seite des Baums zu verlegen, wo er leichter erreichbar ist. Allerdings ist es wichtig den Füllstand einigermaßen genau ablesen zu können, sonst steht wieder die ganze Wohnung unter Wasser.
Ich wünsche euch allen frohe und trockene Weihnachten!
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Eigentlich soll der Härtegrad des Pechs beim Polieren eines Teleskopspiegels sehr genau auf die Umgebungstemperatur angepasst werden. Mir persönlich scheint die Pechhärte nicht ganz so wichtig zu sein, wie vielen anderen Spiegelschleifern, vielleicht hatte ich bisher aber auch einfach nur Glück. Das Pech meiner aktuellen Pechhaut fühlt sich nun aber eindeutig zu hart an. Ich hätte die Härte also wohl lieber vor dem Gießen der Pechhaut testen sollen.
Das Problem dabei ist, dass ich kein Messgerät habe, mit dem die Viskosität einer solcher extrem zähen Flüssigkeiten zuverlässig und reproduzierbar bestimmt werden kann. Deshalb habe ich heute ein wenig im Internet nach einer Lösung gesucht. In der Gemeinde der Spiegelschleifer haben sich offenbar zwei Methoden durchgesetzt, nämlich
Spontan entschloss ich mich, die zweite Variante - also einen Twyman Viscosity Tester - zu bauen. Leider habe ich nur eine uralte Version des Texereau, in der dieser Viskositäts-Tester noch nicht beschrieben ist, aber auch hier hilft wie so oft das Internet weiter. Auf der Webseite der Springfield Telescope Makers (Stellafane) wird ein solcher Tester beschrieben. Das Grundprinzip ist, dass eine genau definierte Spitze mit einer genau definierten Kraft für eine genau definierte Zeit auf die Pechhaut drückt. Die Viskosität wird dann aus der Eindringtiefe der Spitze abgeleitet.
Bezüglich der genauen Spezifikation des Messgerätes fragte ich sicherheitshalber noch einmal im Technikforum des Astrotreff nach: Die Spitze des Testers soll einen Winkel von 14° aufweisen, wobei der zentrale Bereich in einem Durchmesser von einem Millimeter plan geschliffen werden soll. Diese Spitze soll nun mit einer Kraft von einem Kilogramm für fünf Minuten auf das Pech einwirken. (Ja, ja, ich weiß, die Einheit der Kraft ist das Newton, ich meine selbstverständlich 9,80665 N …)
Den Bau des eigentlichen Testers werde ich noch mal etwas näher beschreiben, wenn das Teil fertig ist, aber zumindest kann ich verkünden, dass ich mir in der letzten halben Stunde auf meiner neuen Drehmaschine eine Welle gedreht habe, die ganz genau den gewünschten Spezifikationen entspricht. Sie wiegt ein Kilogramm und hat eine 14° Spitze, deren zentraler Millimeter plan geschliffen ist. Ein erster provisorischer Test legt nahe, dass meine Pechhaut tatsächlich zu hart ist, aber ich warte lieber ab, bis ich die Messung mit einem ordentlichen Testaufbau besser reproduzieren kann.
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Im Moment läuft gerade eine Petition gegen Lichtverschmutzung. Wer etwas Mitleid mit Insekten, Vögeln oder uns armen Hobbyastronomen hat, sollte diese Petition unbedingt mitzeichnen!
Das Bild rechts zeigt zum Beispiel die Auswirkungen eines Skybeamers in der Nähe der Sternwarte Riesa. Ein solcher Beamer macht Astrofotografie in einem Umkreis von 50 Kilometern weitgehend unmöglich. (Foto: Ralf Hofner; herzberger-teleskoptreffen.de)
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