Vor einiger Zeit hatte ich in einem Artikel über meine Erfahrungen mit der kostenlosen 3D-Modelling Software Google Sketchup berichtet. Nun gibt es in dieser Kategorie ein weiteres kostenloses Programm. Die Firma Microsoft hat kürzlich die Firma Caligari übernommen und deren 3D-Software trueSpace komplett freigegeben. Das ist schon bemerkenswert, weil trueSpace in einer ganz anderen Liga spielt als Google Sketchup. Bisher kostete trueSpace immerhin ca. US $ 600,- und ist vom Funktionsumfang wohl eher mit 3D-Studio von Autodesk vergleichbar. Vermutlich will Microsoft in sein Virtual Earth ebenfalls 3D-Modelle einfügen, wie Google es schon mit Sketchup für Google Earth macht.
Leider ist bei mir im Moment nichts in der Planung, für das ich 3D-Modelle benötige, deshalb bin ich noch nicht dazu gekommen trueSace selbst zu testen. Insbesondere für größere Projekte scheint es aber eine gute Alternative zu Sketchup zu sein.
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Im Allgemeinen plane ich auch größere Projekte im Kopf und mache gar keine Zeichnung - ich bin eben eher der Listen-Typ
Wenn ich doch mal eine Zeichnung mache, dann kann das Ergebnis meist nur von mir selbst interpretiert werden und sieht zum Beispiel so aus wie bei meinem Zinkenfräser-Projekt. Die einzige computer-unterstützte Konstruktionszeichnung, die ich je angefertigt habe, entstand mit der etwas überkandidelten und trotzdem wenig geeigneten Software-Kombination Povray und Moray.
Vor ein paar Tagen berichtete nun Minti von Dexheimer Inside über seine Erfahrungen mit Google Sketchup. Seine Einschätzungen “das ultimative 3D-Werkzeug” und “super einfach in der Bedienung” ließen mich aufhorchen. Heute habe ich mir mal die kostenlose Version von Sketchup heruntergeladen und ausprobiert.
Nach Googles eigener Einschätzung ist Google Sketchup “ein einfaches, aber leistungsstarkes Werkzeug, mit dem Sie Ihre 3D-Ideen schnell und einfach entwickeln, ansehen und verändern können“. Aha, hört sich gut an. Nachdem ich mir staunend die ersten drei Einführungsvideos angesehen hatte, versuchte ich es selbst einmal. Um es kurz zu machen, für jemanden, der bisher nur wenig Erfahrung mit CAD-Software, Povray-Modellern und anderen 3D-Werkzeugen hat, ist die Bedienung definitiv nicht kinderleicht. Nach dem vorherigen Konsum der Einführungs-Videos hat man aber doch zumindest eine grobe Vorstellung, wie alles funktioniert. Nach gut zwei Stunden war dann auch mein erstes 3D-Modell so weit fertig.

Leider hat das Modell noch nicht sehr viel mit dem geplanten Tubus meines neuen Teleskops zu tun, aber es scheint als sei Sketchup wirklich ein geeignetes Programm, um damit solche kleinen Konstruktionszeichnungen zu erstellen.
Einige Funktionen, die ich bei Moray sehr nützlich fand, wie zum Beispiel bewegliche Verbindungen zwischen Baugruppen, habe ich bei Sketchup bisher noch nicht gefunden. Wenn ich aber die etwas spärlichen Informationen zu den Sketchup-Dateiformaten richtig deute, dann ist es möglich COLLADA-Daten zu lesen und zu schreiben. Dieses würde den Austausch mit anderen 3D-Programmen wie zum Beispiel auch Blender, Photoshop oder und der Unreal III Engine erheblich erleichtern.
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