Pechhaut

Am nächsten Wochenende möchte ich das Schleifwerkzeug zum Polieren des Hauptspiegels mit einer Pechhaut überziehen. Dafür habe ich mir eben noch mal ein paar Seiten zu dem Thema im Internet angesehen (Links siehe unten). Wenn man nämlich mit Pech rumhantiert, dann sollte man sehr genau wissen, was man tut – sehr sehr genau! Anderenfalls hat man Pech gehabt und bekommt zudem noch ordentlich Ärger mit der Liebsten.

Pech ist eine tiefschwarze superzähe Flüssigkeit, die bei der Destillation von harzhaltigen Holzarten, Erdöl oder Kohle entsteht. Die hier verwendeten Polierpeche sind eine Mischung von Pechen, Kolophonium und/oder Schellack.

Auf den ersten Blick hört sich “tiefschwarze superzähe Flüssigkeit” ja noch ganz friedlich an, aber wer schon mal näher damit zu tun gehabt hat weiß, dass das Zeugs wirklich ekelige Eigenschaften hat. Wenn es kalt ist, dann ist es hart. Wenn es dann bricht, fliegen kleinste Splitter in alle Richtungen. Wird es erwärmt, dann wird es zunehmend schmierig/flüssig. Alles was mit warmen Pech in Berührung gekommen ist, kann man getrost wegschmeißen. Man bekommt es einfach nicht mehr sauber. Ich mag gar nicht daran denken, was ein kleiner Splitter oder Spritzer unter der Schuhsohle anrichten könnte…

Genau diese extrem hohe Viskosität macht das Pech aber auch so besonders gut geeignet zum Polieren von Teleskopspiegeln. Bei diesem Material kann man die Form der Oberfläche des Polierwerkzeugs während des Polierens sehr schön beeinflussen. Dazu kommt, dass kleinste Fremdkörper, die sonst zu Kratzern im Glas führen wurden, im Pech versinken und so unschädlich gemacht werden.

Siehe auch:

Weblinks:


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