Stresstest

Wenn Glas erhitzt und anschließend unkontrolliert wieder abgekühlt wird, kann es im Inneren des Glases zu Verspannungen kommen. Solche Verspannungen führen in optischen Gläsern für die Produktion von Linsen nachweislich zu unerwünschten Fehlern im Brechungsindex. Obwohl für mich nicht ganz klar ist, in wieweit Verspannungen in Spiegelträger-Glas schädlich für die optischen Eigenschaften des Spiegels sind, möchte ich solche potentiellen Fehlerquellen bei meinem Cassegrain Spiegel natürlich von vornherein ausschließen. Vermutlich werde ich später noch mit genügend anderen Problemen zu kämpfen haben.

Mit Hilfe eines recht einfachen Versuchsaufbaus ist es möglich Verspannungen in Glas nachzuweisen. Man positioniert den Spiegel dabei vor einer Lichtquelle mit polarisiertem Licht und betrachtet ihn dann durch einen Polfilter. Mögliche Verspannungen im untersuchten Spiegel machen sich dann durch eine unregelmäßige Ausleuchtung der Oberfläche bemerkbar. Hier ein Beispiel eines anderen Spiegels:

Verspannungen in Glas
Obwohl ich beim Bohren meines Cassegrain-Spiegels sehr viel Kühlwasser (wirklich sehr sehr viel Kühlwasser ;-) eingesetzt hatte, war sicherlich nicht völlig auszuschließen, dass er sich dabei lokal erwärmt hat. Der Test vor einem LCD-Monitor zeigt aber zum Glück keinerlei Auffälligkeiten im Bereich der Bohrstelle:

Keine Verspannungen sichtbarKeine Verspannungen sichtbar


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